Tonhalle, Düsseldorf

Die Tonhalle wurde 1926 ursprünglich als Planetarium gebaut. Sie gehörte zusammen mit dem Ehrenhof-Komplex  und der Rheinterrasse zu den Dauerbauten der Gesolei.

Geschichte

Der Architekt war Wilhelm Kreis, der seine Karriere im Kaiserreich mit dem Bau von Bismarcktürmen begann, sehr erfolgreich in der Weimarer Republik arbeitete, unter den Nazis ebenso ( von Hitler zum Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste ernannt) und sogar noch nach dem II.Weltkrieg das “Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik” für seine Tätigkeiten in den 50er Jahren erhielt. Das Planetarium wurde im II.Weltkrieg schwer beschädigt, erhielt danach eine neue, allerdings provisorische Kuppel aus Holzleimbindern und diente als “Rheinhalle” für Großveranstaltungen. Auch Willy Brandt hielt hier Ende der 60er Jahre eine große Wahlkampfrede.

Gestalt

In den 70er Jahren begann in Düsseldorf die Suche nach einer neuen Konzerthalle als Ersatz für die im Kriege zerstörte. Die Vorbereitungen zu einem Wettbewerb am Kennedy-Damm waren nahezu abgeschlossen, als Helmut Hentrich die Idee einbrachte, die Rheinhalle zu diesem Zweck umzubauen. Er erhielt 1975 den Auftrag zum Bau. Die Kuppel wurde in ihren alten Konturen mit Spannbetonträgern wieder hergestellt, die Fassaden, die bildnerischen und skulpturalen Schmuckelemente, das “Grüne Gewölbe” wurden restauriert, und in das kugelförmige Innere die neue “Tonhalle” eingebaut. Sie litt allerdings durch ihre Geometrie an schlechter Akustik. Dreißig Jahre später, 2005, wurde durch das Büro Hentrich-Petschnigg & Partner (HPP) die Tonhalle wegen notwendig gewordener Brandschutz- und Asbestproblematiken vollständig saniert und die akustischen Probleme durch ausgeklügelte Schallumlenkung gelöst. Die Akustik ist heute grandios und die Tonhalle wurde zu einem “Planetarium der Musik” nicht zuletzt auch durch den farblich wunderbar abgestimmten Kuppel-Innenraum. Die Höhe des Gebäudes beträgt 31 Meter, die Kuppel hat einen Durchmesser von 38 Metern. Die große Konzerthalle hat 1.854 Sitzplätze, der Kammermusiksaal 300 Sitzplätze.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp, A.Praefcke, A.Wiegand

Fakten

Bauzeit  (1925 - 1926)  und  (1973-1978, 2005) Nutzung: Konzerthaus Kuppeldurchmesser: 38 m, Höhe: 31 m Brutto- Grundfläche: 6.400 m²

Architekt

Neubau 1925/1926: Architekt Wilhelm Kreis Wiederaufbau 1973-1978 und Modernisierung 2005: HPP Hentrich-Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG  www.hpp.com

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Adresse Ehrenhof 1,   40479 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

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