Schmela-Haus, Düsseldorf

Das verborgene Juwel in der Altstadt.

Das für die Kunst der Avantgarde gebaute Schmela-Haus gleicht, mit bewegtem Umriss und räumlicher Tiefenstaffelung, einer begehbaren Skulptur und wird selbst zum Kunstobjekt.

Geschichte:

Der Galerist Alfred Schmela konnte in den sechziger Jahren eine Parzelle in der neu geschaffenen Mutter-Ey-Strasse erwerben. Das äusserst beengte Grundstück war zudem mit einer Durchfahrt für eine geplante städtische Tiefgarage belastet. Planung und Ausführung des Galeriegebäudes erfolgten zwischen 1967 und 1971 durch den Architekten Aldo van Eyck, einem Vertrter des niederländischen Strukturalismus, den Alfred Schmela über den Direktor des van Abbe-Museums in Eindhoven, Jan Leering, kennen gelernt hatte. Das Haus wurde 2009 vom Land Nordrhein-Westfalen für die erweiterte Nutzung der Kunstsammlung NRW erworben. Es ist der einzige Bau Aldo van Eycks in Deutschland.

Gestalt:

Die Stahlbetonkonstruktion ist aussen und innen durchgehend mit holländischen Bimsbetonsteinen verkleidet. Die rauhen Innenwände, vor denen die ausgestellten Kunstwerke leuchteten, und die unbehandelten Betondecken kontrastieren zu den Fussböden und Treppen aus weissem Marmor. Die Fassade ist frei und plastisch gestaltet. Das Haus steht unter Denkmalschutz

Raumordnung:

Der grosse Ausstellungsraum befindet sich im Untergeschosss. Die Etagen sind untereinander vertikal vernetzt. Durch die räumlichen Durchdringungen erhält das Haus eine überraschende innere Weite. Die beiden obersten Geschosse enthalten eine Maisonettenwohnung. Erschliessung der oberen Etagen erfolgt über ein Treppenhaus mit verglastem Aufzug, westlich des Haupteingangs. In der Mauerfuge auf der östlichen Gegenseite befindet sich einer von drei Kränen zum Hochziehen von Skulpturen. Der rückwärtige Hof wurde später dazu erworben, somit konnte die Durchfahrt unterbaut werden. Sie wurde durch den Architekten Zamp-Kelp (Hausrucker) gestaltet.

Umgebung:

In der Mutter-Ey-Strasse springt der Masstab zwischen der voluminösen Kunsthalle und der kleinteiligen Altstadtbebauung.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp, A.Kukulies

Fakten

Bauzeit: 1967 - 1971 Bauherr: Galerie Schmela

Architekt

Aldo van Eyck

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Mutter-Ey-Straße 3, 40213 Düsseldorf www.kunstsammlung.de

Gastro / Umgebung

Klee's, salon des amateurs, Ratinger Strasse, Altstadt Rheinuferpromenade, Hofgarten, Kunstbuchhandlung König