Museum Kunstpalast

Architektonische Höchstleistung und Olymp der Kunst.

Die Garten- und Gebäudelandschaft erschließt sich vom Rhein her durch eine imposante Steintorsituation. Dahinter erstreckt sich links und rechts eine Hofsituation, in der Macht, Strenge und Romantik aufeinander treffen. Der Architekt Wilhelm Kreis konzipierte den Ehrenhof als monumentale Geste und verneigte sich vor der Kunst wie vor dem Regime.

Geschichte

Mit der "GESOLEI", 1926, der großen Ausstellung "Gesundheitspflege - Soziale Fürsorge - Leibesübungen" demonstrierte die Weimarer Republik, zu welchen Höchstleistungen sie in der Lage war. Architektonisches Zentrum der Ausstellung wurde das Ehrenhof- Ensemble, in das auch der Kunstpalast miteinbezogen wurde. Ein Olymp der Kunst wurde geschaffen, der bis heute ein Gefühl von Ehrfurcht und Respekt aufkommen lässt.

Gestalt

Axialsymmetrisch entwickelt sich die städtebauliche Gesamtkonzeption vom Kunstpalast aus. Zum städtebaulichen Gesamtentwurf gehören Kunstmuseum, Planetarium (heute Tonhalle), Landesmuseum Volk und Wirtschaft (heute NRW-Forum) sowie das Großrestaurant "Rheinterrassen". Räumlich und organisatorisch wurde die Ehrenhofanlage an den alten Kunstpalast angeschlossen. Einerseits begrenzt durch die kuppelbedachte Tonhalle, andererseits durch tempelartige Vorbauten, Pavillons, Säulenhallen.

Raumordnung

Herrschaftlich wirken die unterschiedlichen Empfangssituationen, ausladende Treppenaufgänge, großzügig bemessene Stufen, hohe Decken, weitläufige Räume, Wandelhallen. Der resolute Innen-Umbau des Kunstpalast bewahrt die Grundauffassung des Baukörpers. Durch umlaufende Gänge werden Einblicke über die Brüstung in den gewaltig hohen Innenraum zelebriert. Im Kern eine Verweilzone als Cafe/Restaurant ausgebildet.

Architekten

Architekt zwischen Kaiserreich und Demokratie: Wilhelm Kreis gehörte zu den bedeutenden deutschen Architekten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wirkte auch als Hochschullehrer an den Kunstakademien in Düsseldorf und Dresden. Sein Werk überspannt einen Zeitraum von 1896 bis 1955. Seine Bauweise mutet monumental an, Wilhelm Kreis war einer der prägenden Architekten im Nationalsozialismus.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp

Fakten

Architekten Wilhelm Kreis, Oswald Mathias Ungers Bauzeit  (1925 - 1926, Architekten-Wettbewerb 1995, 1999 - 2001 Nutzer: museum kunst palast, Robert-Schumann-Saal, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Tonhalle und Rheinterrassen als Veranstaltungsorte Um-/ Neubau: Beim Umbau des Kunstpalastes blieben lediglich die Außenmauern erhalten. Die komplette Innengestaltung dahinter plante und baute das Architekturbüro Oswald Mathias Ungers. Die Eröffnung des Neubaus fand 2001 statt. Sammlung/ Wechselausstellungen: www.museum-kunst-palast.de

Architekt

Wilhelm Kreis,  gehört zu den bedeutenden deutschen Architekten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wirkte  als Hochschullehrer an den Kunstakademien in Düsseldorf und Dresden. Oswald Mathias Ungers gehört zu den bedeutenden deutschen Architekten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wirkte  als Lehrer an verschiedenen Hochschulen im In-und Ausland und an der Kunstakademie Düsseldorf.

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Ehrenhof 5, 40479 Düsseldorf www.museum-kunst-palast.de

Gastro / Umgebung

Café im museum kunst palast, café im nrw forum, Rheinterrassen-Biergarten Hofgarten