Maxhaus, Düsseldorf

Mitten im historischen Altstadtbereich, umgeben von Schulstraße (Palais Nesselrode – Hetjens Museum)- Citadellstraße – Marienplatz. In unmittelbarer Nähe von Rheinuferpromenade, Stadtmuseum – das frühere Spee’sche Palais – mit Gartenanlagen.

 

Geschichte

1651 kamen die Franziskaner Mönche nach Düsseldorf und begannen nach kurzer Zeit mit dem Bau eines Klosters und einer Kirche. 1720 wurde über eine Vergrößerung der Bauanlagen nachgedacht. 1735 konnten die Franziskaner nach vielen Verhandlungen mit dem Landesherrn den Grundstein für eine neue, größere Kirche legen, die 1740 eingeweiht wurde. 1741 – 1743 entstanden mit der neuen Kirche Erweiterungen der Klosteranlage. 1805 wurde die Franziskanerkirche zur zweiten Stadtkirche erhoben und dem Landesherrn Max IV. Joseph dem Hl. Maximilian geweiht.

Gestalt

Die Maxkirche und die Klosteranlage sind einfach gestaltete Ziegelsteinbauten, die Kirche mit Hausteingesimsen und interessantem Dachaufbau. Gemäß der Franziskanertradition (Bettelorden) wurde auf einen Turmbau verzichtet und es wurde nur ein, in schönen Formen gehaltener, geschieferter, sechsseitiger Dachreiter errichtet, der die Glocken aus der im Jahr 1812 geschlossenen Kreuzbrüderkirche enthält. Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche und die Nordeingangsfassade spiegelt den dreischiffigen Innenraum, außen ablesbar, wieder. In der Klarheit und Einfachheit der Raumaufteilung und im Verzicht auf die im Barock übliche, üppige Dekoration äußert sich das Franziskanergebot von Einfachheit und Schönheit in der Maxkirche und im Klosterbereich. Später erhielt die Klosteranlage auf der Citadellstraße noch einen schlichten klassizistischen Erweiterungsbau als Schulanlage.

Raumordnung

Die U-förmige Anordnung der Flure und Büroräume ermöglicht eine gute Tageslichteinstrahlung. Eine klare Orientierung innerhalb des Objektes mit Blickachsen von allen Bereichen der Erschließungszonen wird durch die kompakte, zentrale Anordnung erreicht.

Neue Nutzung

Bis zur Jahrtausenwende 1999/2000 bestand noch im Klosterbereich als Innenhof ein Klostergarten mit einem üblichen Kreuzgang. 2003/2004 wurde die Klosteranlage umgebaut und modernisiert. Der Kreuzgang behielt die alte historische Gestalt. Der Klostergarten wurde aufgegeben und dieser Innenhofraum mit Glas überdacht. Er dient heute, mit der darin befindlichen wohlgestalteten Gastronomieeinrichtung, vielen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen als Versammlungsraum. Die Kirche hat hier eine sinnvolle und brauchbare Einrichtung geschaffen. Die alte Hofanlage und der Klostergarten sind heute für die Öffentlichkeit ein schöner sakraler Raum geworden, wo man sich gerne einfindet und Ruhe findet.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp

Fakten

Architekt Johannes Schilling,  Schilling Architekten, Köln. Bauherr: Das Erzbischöfliche Generalvikariat Köln Fertigstellung 2006. Auszeichnungen: Anerkennung - BDA Auszeichnung guter Bauten 2010, AIV Düsseldorf Auszeichnung als „Bauwerk des Jahres 2010“.  

Architekt

Johannes Schilling, Schilling Architekten, Köln www.schilling-architekten.de  

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Schulstraße 11, 40213 Düsseldorf www.maxhaus.de

Gastro / Umgebung

Klosterhof-Bistro, Stadtmuseum