MAN Stahlhaus

Das Stahlhaus wurde von der Fa. MAN im Jahre 1952 als Fertighaus in Baukastenweise aus wenigen vorproduzierten Bauelementen gefertigt.

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Stahlhaus Kreuzbergstraße

Konstruktion

Es sollte durch die geringe Bauzeit einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in der Nachkriegszeit leisten. MAN griff für die Planung auf die Erfahrungen aus dem Waggonbau zurück. Die tragende Konstruktion ist ein Stahlskelettbau, die auf ein gemauertes Sockelgeschoss aufgesetzt wurde. Die Fassade besteht aus geschosshohen Stahlkassetten, die mit Glaswollematten gedämmt und mit Holzfaserplatten nach innen bekleidet waren. Das Dach hatte eine Deckung aus kleinformatigen Faserzement-Schindeln. Der Grundriss konnte flexibel gestaltet werden. Deutschlandweit wurden etwa 400 Häuser in dieser Bauweise errichtet, von denen heute nur noch wenige existieren.

Umbauarbeiten

Das Stahlhaus in der Kreuzbergstr. wurde daher 1999 unter Denkmalschutz gestellt. Das Haus und auch der Innenausbau befanden sich nahezu noch im Ursprungszustand. Allerdings wurden auch bestandserhaltende Maßnahmen versäumt, so dass sich das Haus 2012 in einem sehr schlechten Zustand befand. Um den heutigen Anforderungen an Komfort und Wärmeschutz zu genügen, wurde das Haus unter Berücksichtigung der bauzeittypischen Eigenheiten durch Turck Architekten umfassend saniert und nach hinten erweitert. Die Außenwandkonstruktion wurde bis auf das äußerste Stahlblech zurückgebaut und als hinterlüftete Fassade, mit Zellulosedämmung und Lehmputz mit integrierter Wandheizung neu errichtet. Das Dach wurde mit kleinformatigen Schindeln neu gedeckt. Der Innenausbau – Grundrissgestaltung, Dielenboden, die Frankfurter Küche und alle Einbauschränke wurden erhalten und aufgearbeitet. In Abstimmung mit der Denkmalbehörde wurde das Sockelgeschoss des Hauses nach hinten um einen mit Lärchenholz verschalten Anbau erweitert. In diesem befindet sich das Büro der Architekten, das durch einen separaten Eingangshof zu erschließen ist. Als angenehmer Nebeneffekt entstand oberhalb des Büros eine großzügige Dachterrasse, die den Wohnraum schwellenlos nach draußen erweitert.

Abbildung

Turck Architekten

Fakten

Denkmalschutz: 1999 Umbau: 2012

Architekt

Turck Architekten BDA, Düsseldorf www.turck-architekten.de

Adresse / Lageplan

Adresse: Kreuzbergstraße 97 40489 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Schlosspark Kalkum, Diakonie Kaiserswerth