Maki-Solitär

Die sinngemäße Übersetzung des Wortes „Solitär“ beschreibt das Wesen des Gebäudes sehr eindrücklich. Wie ein „Einzeln gefasster Edelstein“ bzw. ein „Einzeln stehender Baum“ der Baukunst, genau so wirkt das 2001 errichtete Bauwerk des japanischen Architekten.

Geschichte

Im zweiten Schritt der Umstrukturierung des Hafenareals entstand der Maki-Solitär ganz am Ende des Hafenbeckens. Etwas versteckt hinter und neben überschwänglichen Architekturformen, setzt sich der Maki-Solitär deutlich ab durch seine Zurückhaltung in Form, Material und Ausdruck.

Gestalt

Der Maki-Solitär zeigt den beispielhaften Umgang mit wenigen Materialien wie Stahl, Aluminium und Glas. Das Verhältnis der sich öffnenden und geschlossenen Fassadenflächen wirkt angenehm ausgewogen und bildet eine optische Harmonie, die sich durch den variantenreichen Einsatz der senkrechten Fensterformate ergibt. Signifikant ist die schichtweise Auflösung des Baukörpervolumens, was insbesondere im oberen Bereich des Gebäudes auffällt. Hinzu kommt das präzise Zusammenfügen der verschiedenen Elemente wie Fenster, Fassadenverkleidung und Sonnenschutz, die im Einklang mit selbstverständlichen und eleganten Detaillösungen wie zum Beispiel dem teilweise schwebenden Dach stehen. Die wohl proportionierten Formate der Fensteröffnungen erzeugen auf den jeweiligen Fassaden fast graphische Bilder, die den „Inhalt“ des Gebäudes widerspiegeln. Die teilweise unsichtbaren oder auch schlichten Befestigungen unterschiedlicher Fassadenelemente veranschaulichen die hohe Kunst, baukünstlerische Qualität vom Grossen bis ins Kleine durchgehend umzusetzen. Selbst die Gestaltung der Freiflächen (z.B. Wasserbecken am Eingang, „Holzdeck“, Sitzmöbel) folgt in Konsequenz der Qualität des Gebäudes.

Raumordnung

Betrachtet man von allen Seiten und schaut gen Himmel, so empfindet man den Gegensatz einer nachhaltigen, intensiven Leichtigkeit. Dieser Eindruck wird durch die Transparenz des vorgehängten Metallgewebes, der Sonnenschutzflächen wie auch durch den filigranen Dachabschluss noch einmal verstärkt.

Architekt

Die Architektur Fumihiko Makis vereint in einer feinen Balance avancierte und raffinierte Formen mit traditionellen japanischen Elementen. Fumihiko Maki gilt als Altmeister der modernen japanischen Architektur. Seine Bauwerke zeichnen sich durch eine rationalistische, stark plastische und präzise Formensprache aus. Die harmonische Beziehung zur Umgebung spielt für Maki stets eine besondere Rolle.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp

Fakten

Fertigstellung  2001 Nutzer Sixty Deutschland GmbH

Architekt

Fumihiko Maki, Japan www. maki-and-associates.co.jp Fumihiko Maki ist ein japanischer Architekt und Träger des Pritzker-Preises und des Praemium Imperiale.

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Adresse Speditionstraße 5, 40221 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Medienhafen, Fernsehturm