Karl-Heinz-Klein-Sporthalle, Heiligenhaus

Energetische Dach- und Fassadensanierung

Zwischen der Innenstadt und der Gartenstadt, am Rande einer Grünanlage, liegt die kleine Sporthalle aus dem Jahr 1959, das älteste Gebäude, verzahnt mit dem Sporthallenkomplex aus dem Jahre 1975.

Bestand

Die Dreifachsporthalle, einschließlich der Nebengebäude, wurde 1975 um die Sporthalle von 1959 gebaut. Zwischen den Gebäuden besteht eine enge konstruktive Verzahnung, aus der Außenwand der bestehenden Sporthalle wurde die Innenwand der Sporthalle von 1975. Ein Abbruch aufgrund der verzahnten baulichen Situation wäre nur bedingt möglich gewesen. Deshalb wurde die Erhaltung und energetische Sanierung entschieden.

Entwurfsgedanke

Das Gebäude der Sporthalle wirkt durch das geneigte Satteldach wie eine, in die umfassenden Gebäuden, eingeschobene Skulptur. Dadurch entstand das Entwurfsprinzip Fassade und Dach als eine Struktur zu begreifen und den skulpturalen Charakter des Gebäudes, als Volumen herauszuarbeiten.

Material

Die schieferverkleideten Gebäude und Dächer in der Umgebung waren der Auslöser ein Material zu finden, welches der Grundstruktur des Schiefers und der Verlegeart entspricht, aber ein Material des 21. Jahrhunderts ist. Die Entscheidung das Gebäude mit einer Metallfassade zu verkleiden wurde nach einer grundsätzlichen Analyse entschieden.

Konstruktion

Die bestehende Konstruktion der Sporthalle ist ein Stahlbetonskelett, das Satteldach eine Holzkonstruktion, bestehend aus Holzfachwerkträgern. Die Sporthalle entsprach dem energetischen Stand von 1959, sie war vollkommen ungedämmt; die Fassade bestand aus kunststoffvergütetem Plexiglas, die Dachhaut aus Eternit. Das Gebäude wurde bis auf das vorhandene Stahlbetonskelett als Rohbau komplett zurück gebaut. Die vorhandene Holzkonstruktion des Daches musste ertüchtigt werden, da sie den heutigen statischen Lastannahmen nicht mehr entsprach. Das vorhandene Stahlbetonskelett wurde im Sockel mit Mauerwerk, im oberen Wandbereich mit einer Holzrahmenkonstruktion zwecks Aufnahme der Lichtkuppeln ausgefacht. Die Metallfassade wurde als hinterlüftete Konstruktion hergestellt.

Abbildung

Frank Schoepgens, Köln

Fakten

Bauherr:  Stadt Heiligenhaus | Immobilienservice Baujahr Bestand: 1959 Fertigstellung Revitalisierung: 2012 Fläche : 470 qm Fassadenfläche + 430 qm Dachfläche

Architekt

UTE PIROETH ARCHITEKTUR, Dipl.-Ing. Architektin BDA ,Agrippinawerft.6, 50678 Köln www.piroeth-architektur.de

Adresse / Lageplan

Hülsbecker Str. 1, 42579 Heiligenhaus

Gastro / Umgebung