Haus der Ärzteschaft | 2. Bauabschnitt

Wie ein Stadtquartier an Profil gewinnen kann, zeigen Neu- und Erweiterungsbau der nordrheinwestfälischen Ärzteorganisationen. Sie verdichten den Stadtgrundriss mit einem reichen Beziehungsspiel ineinandergreifender Räume.

Architektur

Die Gestaltung der beiden Baukörper ist dabei ebenso wichtig wie die des städtischen Raums zwischen ihnen. Materialien, Bepflanzung und Proportionen raumbildender Kanten setzen sich von innen nach außen fort. Trotz ihrer geringeren Größe stellt die Gestalt des »Schwarzen Hauses« ein spannungsvolles Gleichgewicht mit dem bereits existierenden »Silbernen Haus« her. Die glatte Fassade aus poliertem schwarzem Granit verstärkt die skulpturale Wirkung des scharf geschnittenen Quaders. Die großen gegeneinander versetzten Fenster sind mit Granit flächenbündig eingefasst. Im Zusammenspiel entsteht eine glänzende, netzartige Struktur, die den schwarzen Block »hauteng« umspannt. Dessen kräftige Körperhaftigkeit wirkt auf diese Weise leicht und elegant. Das Farbund Materialkonzept dehnt den einfachen Foyerraum illusionistisch aus: Der schwarze, polierte Granitboden wird zum Spiegel der sich kreisförmig öffnenden Lichtspanndecke. Deren frei angeordnete Form kontrastiert wie der üppig bepflanzte Garten mit der strengen Geometrie der Architektur.

Struktur

Die rechtwinklig organisierten Bürogrundrisse erfüllen die Forderung des Bauherrn nach optimaler Flächenbilanz, Teilbarkeit und nachhaltig flexibler Nutzung bei geringen Betriebskosten. Bis zu 400 beliebig zu organisierende Arbeitsplätze können hier eingerichtet werden. Dank reduzierter Materialien tritt der helle, weiße Büroraum in den Vordergrund. Die Details wurden bis zur Flächenbündigkeit der Böden, Wände und Decken verfeinert. Die sinnlich motivierende Gestaltung fördert die Kommunikation.

Abbildung

Ansgar van Treeck – Atelier für Fotografie

Fakten

Fertigstellung: Juni 2003 Bauherr: Nordrheinische Ärzteversorgung Brutto- Rauminhalt: 46.063m³ Brutto- Geschossfläche: 12.722m² Haupt- Nutzfläche: 4.388m² Auszeichnung: BDA Anerkennung 2006

Architekt

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