Gebetsraum und Gedenkstätte, Flughafen Düsseldorf

Der neu zu schaffende Raum soll ein Ort der Stille, der Meditation und des Gedenkens sein. Innerhalb der extremen Betriebsamkeit des neuen Flughafens ist dies neben einer konfessionsübergreifenden Gebets- und Meditationsstätte der Ort, an dem der Opfer der Brandkatastrophe vom 11. April in angemessener Form gedacht werden soll.

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Konstruktion

Durch eine gläserne Schleuse gelangt man in einen sich schrittweise weitenden Vorraum. Auf der rechten Seite wird der Raum von abgestaffelten Scheiben aus Basalt gefasst. Helle raumhohe gläserne Lichtpaneele leiten den Besucher von dort in einer spiralförmigen Bewegung weiter ins Innere. Dieser innere Meditationsraum ist ein filigraner, ellipsoider, plastischer Lamellenkörper. Man nimmt ihn als eine parallele Abfolge vertikaler Raumscheiben wahr, die außen die Ellipsenform aufnehmen und innen ein rechtwinklig ausgeschnittenes Raumprofil zeigen. Die Mittelachse des Raumes ist durch eine Unterbrechung der Wandlamellenstruktur in der Decke lesbar und verdeutlicht die Ostausrichtung der Ellipsenform. Die Ostung, die in vielen Religionen von Bedeutung ist, gibt dem Meditierenden Orientierung und Halt, und wahrt dennoch die gebotene Überkonfessionalität. Ein in die Bodenfläche eingelassener Wasserspiegel dient dem Besucher als Fokuspunkt. Er soll die Projektion eigener Bilder ermöglichen und so über den Ort selbst hinausweisen. Nach Augenblicken der Einkehr geht der Besucher beim Verlassen des Gebetsraumes auf die eingangs genannten Basaltscheiben zu, die durch Inschriften das Ereignis vom 11. April 1996 und seine Opfer nennen.

Abbildung

Fotos: Jörg Hempel Photodesign

Fakten

Planungsbeginn: 07/2000 Baubeginn: 03/2001 Fertigstellung: 06/2001

Architekt

Hahn Helten + Assoziierte, Aachen www.hahn-helten.de

Adresse / Lageplan

Adresse:  

Gastro / Umgebung

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