Four Elements

Paarweise skulptural

Heute stellt sich das Areal als signifikantes Entree in die Stadt dar. Insbesondere durch das neu entwickelte Büro- und Geschäftshaus „Four Elements” als ein Gegenüber der Salz- und Pfeffer-Türme des Architekten William L. Dunkel, sind die skulpturalen Momente von Architektur und Städtebau sehr ausgeprägt ablesbar.


Four Elements - Eine Raumskulptur

Das ausgewiesene Baufeld mit Tankstellenbrache stellte sich zu Planungsbeginn noch als Zeugnis der verkehrsgerechten Stadt der 1960er Jahre dar. Der neue städtebauliche Ansatz war die stadträumlichen Qualitäten der Dunkel´schen Bauten auf das neue Areal zu spiegeln ohne direkt jegliches Detail oder eine Formensprache unmittelbar zu adaptieren. Während sich die Denkmäler baulich-skulptural auf den Brückenschlag und die damit verbundenen Torsituation in Bezug setzen, zeichnet sich das Ensemble “Four Elements” durch eine eigenständige Figürlichkeit aus. Das skulpturale Moment steigert sich in besonders prägnanter Gestaltung der Eingangsituationen (Auskragungen) und der Gesamtkubatur. Das Spiel zwischen Innen und Außen (Mäander etc.) ist hier ein besonders wertvoller Teilaspekt - eine Raum-Bau-Skulptur die durch die prägnante Fassadengestaltung auch als „Ganzes“ wirkt

Die Fassade als Bildrahmen und kraftvolles Muster

Die kraftvolle Ornamentik der Fassade - die an Entwürfe niederländischer Kubisten erinnert - sowie die schneeweiße Oberfläche der kubischen Rahmen schaffen einen Spannungsbogen zur Ziegelarchitektur der 1920er Jahre die ebenfalls aus dem Thema der „Einrahmung“ schöpft. Der Backsteinexpressionismus entstand zeitlich parallel zur Neuen Sachlichkeit des Bauhausstils. Während man dort für die Abschaffung jeglicher Zierformen eintrat, entwickelten die Architekten des Expressionismus eine ornamentale Formensprache mit Detailreichtum. Hervorstechendes Merkmal des Backsteinexpressionismus ist die allein durch gezielte Setzung des Backsteins zu Mustern erreichte Lebendigkeit von Fassaden. Weiße Fensterrahmen leuchten akzentuierend aus der dunklen Ziegelfläche hervor. So bezieht sich die Fassade des “Four Elements” auch im Detail auf die Denkmal geschützten Türme: unter Einfluss der Deutung der weißen Fenster-Rahmen des Referenzdenkmals wurde die gesamte Außenhaut moduliert.

Abbildung

Fotos: Tomas Riehle, Jochen Boskamp

Fakten

Bauherr: HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH, Essen Bruttogeschossfläche: 14.800 m² Fertigstellung: 2009 Auszeichnung: best architect

Architekt

Thomas Pink pinkarchitektur Neumannstraße 4, 40235 Düsseldorf www.pinkarchitektur.de

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Adresse Kaiserswerther Straße 229, 40474 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Vapiano