Ehem. Amerikanisches Konsulat

Eine Ikone des „International Style“ mit tektonisch klarem Aufbau als Skelettbau und der Verwendung von Stahl und Glas.

Geschichte

Das Gebäude entstand zeitgleich und nahezu baugleich mit den amerikanischen Generalkonsulaten in Bremen, Frankfurt und Stuttgart. Es dokumentiert den Einfluss des nach Amerika emigrierten Architekten und Bauhausdirektors Ludwig Mies van der Rohe auf die amerikanische Nachkriegsarchitektur. Das Konsulatsgebäude von 1954 wurde 1998 durch einen Baukörper von Ingenhoven Architects ergänzt.

Gestalt

Das ursprüngliche Konsulatsgebäude besticht durch seine Klarheit und Eleganz. Die Stahlskelettkonstruktion wird zum prägenden Entwurfsmerkmal, das auch die Fassadenanordnung mit seinen auffälligen Senk-Klappfenstern dominiert. Ein dreigeschossiger kubische Hauptbaukörper schwebt über einer nur von den durchlaufenden Stahlstützen definierten offenen Erdgeschosshalle. Ein rechtwinklig angeordneter eingeschossiger Baukörper unterschneidet das Hauptgebäude nur teilweise, und leitet in die Tiefe des Grundstücksinnenbereiches über. Nach der Ergänzung durch Ingenhoven Architects wird dieser erdgeschossige Bauteil zum verbindenden Element zweier verwandter Baukörper, die sich zwar in Konstruktion und Gestaltung der Mittel Ihrer jeweiligen Entstehungszeit bedienen, dennoch eine eindeutige Geistesverwandtschaft demonstrieren.

Raumordnung

Städtebaulich sticht das spannungsvolle Spiel von präzise gesetzten Baukörpern und fließenden Außenräumen ins Auge. Man betritt das Ursprungsgebäude durch eine offene Eingangshalle, die sich nahtlos aus dem gedeckten Freibereich unterhalb des Hauptbaukörpers entwickelt. Sie ist geprägt durch eine dunkle monolithisch wirkende Natursteinscheibe, die den Eingangsbereiches zur Straßenseite abschirmt. Die drei Obergeschosse sind klar zoniert in eine tiefe Bürozone zur Cecilienalle und eine weniger tiefe Funktionszone zur abgewandten Seite.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp, Wiegels, H. G. Esch_Hennef

Fakten

Architekten SOM (Partner: Gordon Bunshaft) mit Otto Apel Architekt BDA, Ingenhoven Architects (Ergänzungsbau) Bauzeit 1952-1954 Ergänzung 1997 - 1998 Nutzer ursprünglich amerikanisches Generalkonsulat, heute Büronutzung

Architekt

SOM Skidmore, Owings & Merrill (Partner: Gordon Bunshaft) mit Otto Apel Architekt BDA www.som.com Ergänzung: Ingenhoven Architects, www.ingenhovenarchitects.com

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Adresse Cecilienalle 5, 40474 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Wohn- und Atelierhaus Karl Wach (Emmericher Straße 28)