Diakoniezentrum Düsseldorf- Gerresheim

Der Stadtteil Gerresheim liegt im Osten des Düsseldorfer Außenrings, unmittelbar an den Innenstadtring angrenzend. Er lässt sich als exemplarischer, zentral gelegener, jedoch nicht unmittelbar innerstädtischer Bereich einer bundesdeutschen, großstädtischen Metropole bezeichnen. Der baulichen Heterogenität der deutschen Nachkriegswirklichkeit entspricht die derzeitige ebenso typische Bevölkerungs- und Nutzungsstruktur: jung und alt, ethnisch, funktional und sozial gemischt. Das Gebäude wird also in ein intaktes, dicht bebautes Mischgebiet implantiert. Ihm vorgelagert befindet sich der Apostelplatz, der als zentraler, identitätsstiftender Treffpunkt für das Quartier dient.

Städtebau

Der Baukörper reagiert auf unterschiedliche Weise auf seine Umgebung. Zum Apostelplatz hin zeigt sich eine offene, abwechslungsreiche Raumstruktur, die den Platzraum klar begrenzt, ihm aber auch Durchlässigkeit und Tiefe gibt. Zur Metzkauser Straße wird durch die ruhige Fassade und den breiten Vorplatzbereich der Wohncharakter betont. Die übrigen Bereiche werden in unterschiedliche, zusammenhängende Freiräume gegliedert. Das Familienzentrum wird allseitig von Freiräumen umschlossen. Der viergeschossige Baukörper übernimmt die Traufhöhe der Nachbarbebauung am Apostelplatz und führt diese einheitlich fort, wodurch eine ruhige städtebauliche Gesamtwirkung erzielt wird.

Architektur

Das Gebäude beherbergt neben der Hauptnutzung als stationäre Pflegeeinrichtung, sowie einer Tagespflege auch die stadtteilbezogenen Einrichtungen für eine Kinder- und Jugendbetreuung. Diese wird in Gestalt einer viergruppigen Kindertagesstätte, eines Beratungszentrums als Anlaufstelle für Familien, sowie einer Jugendfreizeiteinrichtung angeboten. Aus der inneren Struktur entsteht eine Architektur, welche die Stadträume sinnvoll gliedert und zuordnet. Ein offenes und vielseitiges Gebäude ohne Rückseiten, welches man immer wieder neu erfahren kann und welches in zurückhaltender Form freundlich, nützlich und gleichzeitig anregend ist.

Abbildung

Veith Landwehr, Köln

Fakten

Fertigstellung: 2014 Bauherr: Diakonie, Düsseldorf Kita mit vier Gruppen für 74 Kinder, davon 30 unter drei Jahren. Familienzentrum mit Beratungsangeboten. 79 stationäre Pflege- Plätze davon 10 Plätze für Menschen mit schwerster Demenz. Zimmergrößen 18 bis 24 qm. 2 Hausgemeinschaften mit je 11 oder 12 Plätzen für Menschen, die noch aktiv sind. Forum für Veranstaltungen. Garten mit Mehrgenerationen-Spielplatz.

Architekt

Johannes Schilling, Schilling Architekten, Köln www.schilling-architekten.de

Adresse / Lageplan

Metzkauser Str. 6, 40625 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Café Matilda Regenbergastraße 2A, 40625 Düsseldorf