Delta D Düsseldorf

„Delta D“ – Dem Altbau wachsen Flügel

Unter dem Titel „Unternehmerstadt“ hat sich auf einem ehemaligen innerstädtischen Produktionsgelände ein gemischtes Stadtquartier mit Wohnen und Arbeiten entwickelt.

In einer innovativen Synthese zwischen dem historischen Bestandsgebäude und einem Neubau entstand hier in exponierter Lage an der Ecke Heinrich-Ehrhardt-/Rather Straße das Bürogebäude Delta D mit einer Fläche von rd. 15.000 m2. Das Delta D ist der neue Hauptsitz der Rheinmetall AG.DD_mh365892_@max_hampel_600x380DD_mh365989_@max_hampel_285x380DD_mh366045_@max_hampel_600x380DD_mh365906_@max_hampel_600x380DD_mh366068_-®max_hampel_285x380DD_mh366199_-®max_hampel_600x380DD_mh365823_@max_hampel_600x380DD_mh365935_@max_hampel_600x380DD_mh366002_@max_hampel_600x380DD_mh366112_@max_hampel_600x380DD_mh366129_©max_hampel_285x380DD_mh366176_©max_hampel_285x380DD_mh366194_@max_hampel_600x380

Idee

Zwei dreieckige Gebäudekörper mit geschwungenen, flügelartigen Dächern geben dem Projekt seinen Namen: „Delta D“. Die Dächer steigen von ihrem niedrigsten Punkt an der Heinrich-Ehrhardt-Straße über eine mittlere Höhe am Eingang Kreuzung Rather Straße zu Ihrem Hochpunkt an der Derendorfer Allee an. Die geschwungenen Formen dieser ansteigenden Dachlinien verleihen dem Projekt seine besondere Dynamik. Die gegeneinander verschränkten Dreiecksflügel bestimmen als Leitidee die Gesamtarchitektur und den Städtebau. Der Umgang mit dem Backstein-Bestandsgebäude aus dem 19. Jh. ist integraler Bestandteil des Entwurfskonzeptes. Die „diagonale“ Anordnung des Gebäudes zu den umliegenden Straßen ist der Anlass für die Dreiecksform des Neubaus, der die umliegenden Restflächen füllen will. Die Position im Zentrum des Projektes ist so angelegt, dass zur Kreuzung Rather Straße hin und gegenüber zur Derendorfer Allee jeweils eine städtebaulich markante Zugangssituation entsteht. Das „Delta D“ wird so zum Gesicht und Hauptzugang der Unternehmerstadt. Es bildet den Quartierszugang auf markante Weise innerhalb der Komposition der sich beschwingt öffnenden Dachflügel.

Fassade

Die Fassade der neuen Gebäudeteile erhält eine horizontale Struktur. Die silbernen Brüstungsbänder kontrastieren mit dem Backstein des Bestandsgebäudes und machen so Alt und Neu deutlich ablesbar. Das Fassaden-Raster ist bewusst ruhig gehalten, um die dominierenden Linien der geschwungenen Dachformen nicht zu stören. Am Übergang von Altbau zu Neubau ist eine gläserne Fuge ausgebildet, die beide Bauteile elegant miteinander verbindet. Um auf die erhöhten Schallschutzanforderungen der umliegenden Straßen zu reagieren, werden die Atrien erdgeschossig mit einer transparenten Schallschutzwand geschlossen.

Atriumdach

Die Atrien werden durch einen filigranen Dreiecksträgerrost überdacht. Die dreieckige Geometrie setzt im Kleinen das Thema der dreieckigen Dachflügel fort. Zum Sonnenschutz der darunterliegenden Bürofassaden sind die Zwischenräume des Trägerrostes mit Sonnenschutzlamellen versehen. Das Licht spielt mit der Dachkonstruktion und führt zu spannenden Schattenspielen auf den darunterliegenden Fassaden. Der Trägerost ruht zu den Straßen hin auf schlanken Rundstützen, die den Atrien nach außen einen optischen Raumabschluss geben und die gläserne Schallschutzwand tragen. Im Ergebnis entstehen Freibereiche mit hoher Aufenthaltsqualität, die durch eine Begrünung, bzw. aufgestellte Kunstgegenstände weiter belebt werden und den Mitarbeitern als Kommunikationsort dienen.

Abbildung

Fotos: Max Hampel, Düsseldorf

Fakten

Fertigstellung: 2016               Nutzung: Bürogebäude               Bauherr: Rheinmetall Immobilien GmbH

Architekt

Architekten Entwurf konrath und wennemar architekten ingenieure www.konrath-wennemar.de     Realisierung in Zusammenarbeit mit HPP Architekten in der „ARGE Delta D“

Adresse / Lageplan

Adresse:                                             Ecke Heinrich-Ehrhardt-/Rather Straße                                                     40476 Düsseldorf

Gastro / Umgebung