Büro- und Ateliergebäude Kaistrasse

Dichtes Nebeneinander am Hafenbecken.

 

 

 

Gestalt

Die drei Gebäude bilden, trotz ihrer grossen gestalterischen Unterschiede, ein gemeinsames Ensemble. Gerade aus ihrer Heterogenität entsteht ein reizvolles Zusammenspiel, das im Grunde das Thema des ganzen Hafens in sich birgt. Das mittlere Gebäude ist ein Umbau eines bestehenden Lagergebäudes. Die Gestalt wird geprägt von der rationalen Tragstruktur des Lagergebäudes, dem tragenden Skelett. Die Geschossebenen sind ansonsten freigehalten, die Fassaden ebenso und daher komplett verglast. Die Blick geht frei auf den Rheinbogen, der Held ist die grandiose Aussicht. Die Eingangssituation ist frei in die entkernten Rasterfelder eingestellt. Das Dachgeschoss ist mit einem zurückgesetzten zweigeschossigen und komplett verglasten Dachaufbau erweitert, vorgelagert ist die grosse Dachterrasse zum Rhein. Hier sind auch die wenigen inneren Trennwände komplett in Glas aufgelöst. Insgesamt stehen die Gebäude auf einem Sockel, dies entspricht der Hafennutzung und damit der Hochwasserschutzzone.

Raumordnung

Flankiert wird das revitalisierte Speichergebäude von zwei turmartigen Gebäuden. Der verglaste und aluminiumverkleidete Turm kragt in die unterschiedlichen Richtungen aus. Das Thema sind verschiedene, dreidimensional angeordnete Gebäudefinger, hier war sogar ursprünglich ein weitere Finger im Hafenbecken geplant. Dieser wurde nicht realisiert. Der zweite Turm ist aussen in Sichtbeton mit Brettschalung ausgeführt und grossen durchgehenden Fensterbändern. Diese Fensterbänder kulminieren im Gebäudeabschluss nach oben, als komplett verglastes zweigeschossiges Panoramafenster. Hier liegt ein grosser Luftraum dahinter mit angeschlossener Galerie. Dieses Thema durchzieht das gesamte Gebäude, es sind durchgehend Maisonette-Einheiten ausgebildet mit den dazugehörenden Lufträumen und Galeriebereichen. Insgesamt entstehen so sehr differenzierte Räume die vielfältige innere Blickbeziehungen und ein dynamisches Raumerlebnis ermöglichen.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp

Fakten

Bauzeit 1994-1997 Bruttogeschoßfläche Kaistr. 18a: ca. 3.600 m², Kaistr. 18: ca. 6.400 m², Kaistr. 16: ca. 6.400 m² Nutzer Galerie und Ausstellungsflächen, Künstlerateliers, Werbeagenturen, Büros, Gastronomie BDA Auszeichnung guter Bauten 1997

Architekt

David Chipperfield Architects, www.davidchipperfield.co.uk Ingenhoven Overdiek und Partner, www.ingenhovenarchitects.com Steven Holl Architectswww.stevenholl.com

Adresse / Lageplan

Adresse  Kaistraße 16, 40221 Düsseldorf

Gastro / Umgebung

Behrens am Kai, Medienhafen, Rheinufer, Unterbilk