Kunsthalle, Düsseldorf

Monolithischer Betonblock mit spannendem Innenraumkonzept.

Ein reiner Betonbau, der sich ringsum nach außen abgeschottet. Im Grunde eine massige Form der Schlichtheit, die bewusste Zurückhaltung übt. Die Empfangssituation spannt das gesamte Gebäude auf, überschwänglich erschließt die Innentreppe  beide Ausstellungsebenen. Die Raumaufteilung schafft Bühnen zur Inszenierung von Kunst.

Geschichte

Düsseldorf wurde im letzten Weltkrieg zu 80 % zerstört, so auch die alte Kunsthalle, die man 1882 in historischer Bauweise mitten auf dem jetzigen Grabbeplatz errichtet hatte. Durch die wirtschaftliche Lage der Stadt konnte erst 1960 ein Wettbewerb für eine neue Kunsthalle mit städtebaulicher Platzgestaltung ausgeschrieben werden. Das Gebäude wurde dann räumlich zurück versetzt geplant und komplett neu aufgebaut. Heute stehen sich am Grabbeplatz 2 Kunsthäuser gegenüber, die ganz ohne Umfassung und Zusammenhang, nur durch den gestalteten Platz, miteinander korrespondieren.

Gestalt

Das Betongebäude ist klar bzw. klassisch zoniert: der Sockel für flankierende Nutzungen, der Sichtbetonkubus für die Kunst, hinter dem ausgeformten Dachabschluss die Oberlichtkonstruktion und vorgelagert das Eingangs-Plateau mit einer schlichten Treppenlandschaft. Als Materialvorbild für die Verkleidung diente die historische Kirche St. Andreas gegenüber. Im östlichen Teil des Sockelbereiches, waren bis 2005 Abstellplätze für PKWs eingerückt. Seit 2006 ist dieser Bereich für die Kunstbuchhandlung – König ausgebaut. Im westlichen Teil des Gebäudes, oben auf dem Plateau, befand sich ein Ausstellungsraum, der 2004 in eine Szene-Location umgebaut wurde.

Raumordnung

Die Grundrisse der beiden Ebenen sind sehr unterschiedlich und bieten Raum für vielfältige Ausstellungskonzepte. Die erste Etage bietet eine Art Halle einerseits und eine, bis ins Dach geöffnete, Raumsituation andererseits. Der Balkon in der zweiten Etage schafft Blickkontakt in die erste und macht die Höhe des zweigeschossigen Raums erlebbar.

Abbildung

Fotos: Jochen Boskamp

Fakten

Bauzeit 1964 - 1967 Nutzer: Kunsthalle, Kunstverein, Kommödchen, Kunstbuchhandlung, Gastronomie, Parkhaus Umbau: 2002

Architekt

Neubau 1964-1967: Hochbauamt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Architekten Beckmann und Brockes,. Umbau 2002: rheinflügel Architekten  

Adresse / Lageplan

Größere Kartenansicht Kunsthalle Düsseldorf Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf www.kunsthalle.de

Gastro / Umgebung

Klee's, salon des amateurs, Ratinger Strasse, Malkasten, Gastro vom Schauspielhaus Rheinuferpromenade, Hofgarten, Kunstbuchhandlung König